Ich laufe durch die Straßen.
Leichter Nieselregen legt sich auf meinem Gesicht nieder.
Ich versuche zu verstehen, was gerade passiert ist.
Ich fühle nichts, absolut gar nichts.
Meine Hände sind von der Kälte taub.
Ist das gerade wirklich passiert?
-Nein.
-Doch ist es.
Ich renne weiter, immer weiter.
Plötzlich fange ich am ganzen Körper an zu zittern.
Ich spüre warme Tränen über meine Wangen laufen.
Es ist eine sehr stille Nacht, niemand ist unterwegs.
Alles ist vor meinen Augen verschwommen, ich merke nur noch,
wie die Haut meiner Hand aufreißt.
Ich schließe die Augen.
Eins. Zwei..
Schlage sie wieder auf.
Der trübe Schein der Straßenlaterne,
wenige Meter weiter,
lässt mich das Blut sehen.
Mein Blut.
Aber ich fühle nichts.
Wo bin ich?
Mein Blick wandert zu dem Straßenschild gegenüber,
doch ich kann den Namen nicht lesen.
Drei kleine Worte haben mich so aus der Verfassung gebracht.
Ich versuche aufzustehen,
doch es gelingt mir nicht.
„Sie ist tot“, dass waren die Worte.
Ich schmecke die salzigen Tränen auf meinen Lippen.
Meine beste Freundin, tot.
Ein stechender Schmerz durchfährt mein Bein, egal.
Wie lange liege ich schon hier?
-Ich weiß es nicht.
Der kalte Asphalt kühlt meine Wunden.
Ein Autounfall.
Ich bleibe liegen.
Mein Blick richtet sich erneut auf das Straßenschild.
Ich zwinge meinen Körper, sich zu beruhigen.
Jetzt kann ich es lesen.
„Dead Street“.
Wie passend.
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