Wer hat ihn denn, den Schlüssel zu meinem Herzen? Wer hat ihn denn, den Schlüssel zu meiner Seele? Er wird nicht einfach so verschenkt, nein. Es gibt ihn nicht zu kaufen. Und klauen? - Versuch es erst garnicht. Nein, auch sehen kann man ihn nicht, denn er liegt unsichtbar in meiner Hand. Wenn Du den Weg zu meinem Herzen findest, es funkeln lässt, es mit Liebe erfüllst, wird er sichtbar. Du kannst sehen wie klein und matt er ist, wie unscheinbar. Er ist der Schlüssel zu alldem was ich erlebt habe, fühlen durfte - fühle. Wenn ich traurig bin, verliert er seinen wunderbaren Glanz, wenn ich auflebe ist es, als würde Mattheit glänzen können.Er schimmert. Er glänzt. Er leuchtet, wie meine blauen Augen.Ich bewahre meinen Schlüssel, der mein Herz und meine Seele nun verschließt. Ich bewahre ihn auf, bis zu dem Tag, an dem der Richtige kommt, um ihm dann diesen Schlüssel schenken zu können, damit er weiß, wer ich wirklich bin. Was mein Herz fühlt, meine Seele denkt. Ich bin ein Mädchen. So verletzlich, so warmherzig und doch gibt es da die andere Seite. Die Seite, die nun einen Großteil von mir eingenommen hat. Die Tage ziehen vorbei, mein Leben verläuft nur noch schleierhaft, nach einer bestimmten Anleitung. So, als wäre alles geplant. Wie in einem Abenteuerspiel, in dem man nach und nach Aufgaben bewältigen muss, und dann erst zu seinem Ziel kommt. Oder wie nach einem vorgelegtem Rezept, dem man Schritt für Schritt folgt. Doch ich renne blind gegen Wände, auf der Suche nach mir selbst. Ich falle tief und mit jedem Fall werde ich kleiner. Ich bin allein hier. Alle Türen sind verschlossen. Die Luft liegt schwer im Raum, drückt mich nach unten.Du fühlst Dich als würde das Leben und alles um Dich herum an Dir vorbeiziehen, ohne dass es Dich mitnimmt, ohne dass es Dich berührt oder Emotionen zeigen lässt. Du bist einfach eiskalt. Nicht wunderbar, nicht reizend, nicht außergewöhnlich, nein. Einfach nicht lebendig.Ich will akzeptieren. Ich will endlich ankommen, und leben. Ich brauche jemanden, der sich die Mühe macht, die Hindernisse zu entfernen, die Schlösser zu knacken. Jemand, der das Unmögliche möglich macht. Ich brauche jemanden, der den Glauben noch nicht verloren hat - den Glauben an mich. Komme, was kommen mag.
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